Täglich bei innovativen Gesundheitsorganisationen im Einsatz
Die Prämedikationssprechstunde ohne Papier und Medienbrüche
sublimd automatisiert die Abläufe der Prämedikationssprechstunde: das Patientenaufgebot, die Erhebung und Dokumentation der anästhesiologischen Anamnese, die digitale Narkoseaufklärung, wiederholte Patientenbefragungen (PROMs und PREMs) und das Datenmanagement für die klinische Forschung. Eingesetzt wird die Plattform in der Prämedikationssprechstunde vor Ort, bei notfallmässigen Eingriffen und in Remote-Sprechstunden per Video-Call oder Telefon.
Der Prozess beginnt, bevor die Patientin oder der Patient die Klinik betritt. Sprechstundentermine und geplante Eingriffe werden über eine Schnittstelle aus dem Klinikinformationssystem übernommen. Patientinnen und Patienten füllen den Gesundheitsfragebogen zu Hause aus und laden relevante Dokumente hoch. Das Anästhesie-Team sieht vor dem Termin, welche Dossiers vollständig sind und wo noch Dokumente oder Untersuchungen ausstehen. Wenn alles bereit ist, findet das Aufklärungsgespräch mit digitaler Unterzeichnung der Einverständniserklärung statt.
Was die klassische Prämedikationssprechstunde kostet: Zeit, Geld und Nerven
| Der Gesundheitsfragebogen liegt oft erst unmittelbar vor dem Termin vor, ist unvollständig oder handschriftlich schwer lesbar | |
| Fehlende Befunde wie EKG oder Laborwerte verzögern die Sprechstunde und erzwingen Terminverschiebungen | |
| Angaben aus dem Gesundheitsfragebogen müssen manuell ins Klinikinformationssystem (KIS) oder PDMS übertragen werden | |
| Einverständniserklärungen werden auf Papier unterschrieben, anschliessend eingescannt und manuell archiviert | |
| Wird telefonisch aufgeklärt, muss die Unterschrift am Eingriffstag nachgeholt werden | |
| Für ein oft nur wenige Minuten dauerndes Aufklärungsgespräch unterbrechen Patientinnen und Patienten ihre Arbeit und nehmen lange Anfahrtswege auf sich |
So läuft die Prämedikationssprechstunde mit sublimd ab
1. Termine und geplante Eingriffe kommen automatisch aus dem KIS
Die geplanten Sprechstundentermine werden über eine HL7- oder FHIR-Schnittstelle automatisch aus dem Klinikinformationssystem an sublimd übermittelt. sublimd React erkennt die relevanten Anästhesie-Termine und übernimmt Termin und geplante Operation. Das Sekretariat muss Termine nicht mehr einzeln erfassen und Unterlagen nicht mehr zusammensuchen.
2. Der Gesundheitsfragebogen wird zu Hause ausgefüllt
Patientinnen und Patienten erhalten über das Patientenportal oder per E-Mail eine Aufforderung, den Gesundheitsfragebogen zu beantworten. sublimd Check-in erhebt die anästhesiologische Anamnese am eigenen Smartphone, Tablet oder Computer, zu Hause oder im Wartezimmer. Die Inhalte stehen in beliebigen Sprachen bereit. Wurde die Patientin oder der Patient schon einmal operiert, werden Angaben aus dem letzten Fragebogen automatisch übernommen und zur Überprüfung angezeigt. Auch die Eigenmedikation erfassen Patientinnen und Patienten selbst. In der Merian Iselin Klinik entsprechen diese Angaben laut der stellvertretenden Chefärztin Anästhesie «deutlich mehr der Realität» als eine Medikamentenliste des Hausarztes, da die Compliance berücksichtigt wird.
3. Fehlende Unterlagen und Hausarzttermine bleiben sichtbar
Je nach Angaben im Fragebogen und geplanter Operation ist vor dem Anästhesietermin eine hausärztliche Untersuchung nötig. Die Regeln dafür legt die Klinik selbst fest. Betroffene Patientinnen und Patienten sehen in der Weboberfläche automatisch einen Hinweis und tragen das Datum des Hausarzttermins ein. Fehlt der Termin oder ist der Fragebogen unvollständig, versendet sublimd automatisch eine Erinnerung. Das Klinikpersonal behält über dynamische Patientenlisten den Überblick und kann Termine bei Bedarf rechtzeitig verschieben.
4. Aufklärung vor Ort, per Telefon oder per Video-Call
Das Aufklärungsgespräch findet in der Klinik, telefonisch oder über die integrierte Video-Call-Funktion statt. Patientinnen und Patienten sehen die Informationen zu den Narkoseverfahren, zu Nüchternzeiten und zur Medikation direkt in der Plattform. Am Ende des Gesprächs unterzeichnen Patientin und Fachperson die personalisierte Narkose-Einverständniserklärung mit sublimd Sign im selben Dokument. Handschriftliche Ergänzungen und Zeichnungen sind möglich. Derselbe Mechanismus steht auch ausserhalb der Anästhesie bereit: Die digitale Patientenaufklärung deckt radiologische und chirurgische Eingriffe sowie administrative Einwilligungen ab.
5. Dokumentation und Archivierung laufen ohne Zusatzschritt
Die Antworten aus dem Fragebogen werden strukturiert an KIS oder PDMS übermittelt, sodass Angaben nicht doppelt erfasst werden. Die unterzeichnete Einverständniserklärung geht als PDF automatisch an das Archiv- oder Klinikinformationssystem und steht dort allen Beteiligten zur Verfügung.
Integration in KIS, PDMS und Archiv
sublimd fügt sich über standardisierte Schnittstellen in die bestehende Systemlandschaft ein. Termine und Falldaten kommen eingehend über HL7 ADT und SIU, FHIR oder die REST-API; ausgehend gehen Berichte, Fragebogenangaben und Dokumente über HL7 ORU und MDM, FHIR, die REST-API oder als PDF an KIS, PDMS oder Archivsystem. In der Merian Iselin Klinik wurden die Fragebogenangaben direkt ins PDMS übertragen, während die für die Stationspflege relevanten Informationen strukturiert ans KIS gingen. Die unterzeichnete Einverständniserklärung wurde per HL7 an das Archivsystem übermittelt.
Datenschutz und Betrieb
sublimd wird On-Premise in der Krankenhaus-IT-Infrastruktur betrieben. Die Daten bleiben in der Infrastruktur der Organisation. Die Architektur trennt eine öffentliche von einer privaten Zone, wurde von Sicherheitsverantwortlichen mehrerer Kliniken geprüft und in mehreren Penetrationstests von aussen auf Schwachstellen getestet. Der Datenzugriff ist über Active Directory und eine rollenbasierte Zugriffskontrolle geregelt und wird in Audit Logs protokolliert. Patientinnen und Patienten melden sich mit Zwei-Faktor-Authentifizierung an, ohne App-Installation und ohne Kontoerstellung.
Hauptvorteile der Clinic Suite für die Anästhesie
Vorbereitet in die Sprechstunde
Der Anästhesie-Fragebogen inklusive Medikamentenliste liegt vor dem Termin vor, und Ärztinnen und Ärzte bereiten sich darauf vor, bei physischen wie bei Remote-Sprechstunden. In der Lindenhofgruppe werden Angaben wie die Medikamentenliste seit der digitalen Erfassung konsequenter und vollständiger erhoben. Andere Krankenhäuser berichten, dass über zwei Drittel der Patientinnen und Patienten den Fragebogen selbstständig vor dem Termin ausfüllen.
Aufklärung ohne Anfahrtswege
Aufklärungsgespräche finden vor Ort, per Telefon oder über die integrierte Video-Call-Funktion statt. Bei Online-Sprechstunden startet das Fachpersonal den Video-Call direkt über die Plattform; Ärztinnen und Ärzte sowie Patientinnen und Patienten unterzeichnen die Einverständniserklärung anschliessend im Browser. Der Zusatzaufwand, Unterschriften am Eingriffstag nachzuholen, entfällt.
Unterschrift und Archivierung ohne Papier
Die personalisierte Narkose-Einverständniserklärung wird am Tablet in der Klinik digital unterschrieben und automatisch als PDF ins Klinikinformationssystem übermittelt. Papier, Drucker und Scanner werden dafür nicht mehr gebraucht, und bei Rückfragen lässt sich jede Einwilligung als lesbares Dokument sofort wiederfinden. Wie das in der Praxis abläuft, zeigt die Merian Iselin Klinik.
Vollständige Dossiers dank Prozessübersicht
Dynamische Patientenlisten zeigen jederzeit, welche Dossiers unvollständig sind und wo Untersuchungen oder Hausarzttermine noch ausstehen. Fehlt noch etwas, erinnert sublimd die Patientinnen und Patienten automatisch per E-Mail oder SMS, bis das Dossier vollständig ist.
Strukturierte Daten für Qualität und Forschung
Die Antworten aus dem Gesundheitsfragebogen liegen strukturiert und validiert vor. Das integrierte Analytics-Modul wertet sie in Echtzeit aus, und die klinische Forschung kann sie ohne erneute Erfassung weiterverwenden.
„Früher hatten wir erst beim Spitaleintritt Zugriff auf den Anästhesie-Fragebogen. Neu liegen die relevanten Daten bereits im Voraus vor, was eine gute Vorbereitung ermöglicht – sowohl bei physischen als auch bei telefonischen Terminen.“