Täglich bei innovativen Gesundheitsorganisationen im Einsatz
Die Anamnese ist dokumentiert, bevor das Gespräch beginnt
Ärztinnen und Ärzte verbringen fast die Hälfte ihrer Arbeitszeit mit Dokumentationsarbeiten. Dadurch bleibt kaum Zeit für die eigentliche Patientenbetreuung. Die digitale Anamnese von sublimd übernimmt die Erhebung der Anamnese und übermittelt einen ausformulierten medizinischen Bericht an das Klinikinformationssystem (KIS). Krankenhäuser nutzen die digitale Anamnese von sublimd in der Notfallstation, in Sprechstunden wie der Anästhesie-Sprechstunde und zur Vorbereitung stationärer Eintritte.
Was der heutige Ablauf kostet: Zeit, Qualität und Motivation
| Rund 44 Prozent der ärztlichen Arbeitszeit fliessen in Bürokratie und Dokumentation. Zeit, die für die Behandlung von Patientinnen und Patienten fehlt und den Arbeitstag unnötig verlängert. | |
| Weil die Dokumentation nicht Schritt hält, werden Austrittsberichte oft erst mit grosser Verzögerung versendet. | |
| Die hohe Belastung des medizinischen Personals führt zu Qualitätseinbussen, Überstunden und personellen Ausfällen. | |
| Die Anamnese wird im Gespräch erhoben und anschliessend ein zweites Mal am Computer dokumentiert. | |
| Patientinnen und Patienten müssen im Verlauf einer Behandlung dieselben Fragen mehrfach beantworten. | |
| Ärztinnen, Ärzte und Pflegefachpersonen verlieren die Freude an ihrem Beruf. |
Was ist eine digitale Anamnese?
Die digitale Anamnese erhebt die medizinische Vorgeschichte strukturiert über ein Gerät. Patientinnen und Patienten beantworten Fragen zu ihren Beschwerden, Vorerkrankungen, Medikamenten, Allergien sowie zur Familien- und Sozialanamnese. Das geschieht vor dem Termin am eigenen Smartphone, Tablet oder Computer oder im Wartezimmer am Tablet der Klinik. Aus den Antworten entsteht automatisch ein medizinischer Bericht, der dem Behandlungsteam bereits vor dem Gespräch zur Verfügung steht. Wie das im Detail funktioniert, beschreibt der Beitrag Die digitale Anamnese von sublimd.
Ausgangspunkt für die digitale Anamnese sind die begrenzten zeitlichen Ressourcen des Fachpersonals: Rund 44 Prozent der ärztlichen Arbeitszeit fliessen in Bürokratie und Dokumentation. Die Anamnese wird heute meist im Gespräch erhoben und anschliessend am Computer nachgetragen. Das ist Dokumentation in zwei Schritten, mit Zeitverlust und Fehlerquellen. Die digitale Anamnese dreht die Reihenfolge um: Die Routinefragen sind bereits beantwortet und dokumentiert, wenn das Gespräch beginnt. Wie sich der Behandlungsprozess dadurch verändert, zeigt der Beitrag Wie sublimd den Behandlungsprozess mit der digitalen Anamnese optimiert.
So läuft eine digitale Anamnese mit sublimd ab
1. Der Termin löst den Prozess automatisch aus
Sobald im Klinikinformationssystem ein Termin geplant ist, übernimmt sublimd React die relevanten Ereignisse über eine HL7- oder FHIR-Schnittstelle. Die Terminart bestimmt, welche Inhalte aufgeschaltet werden: In der Anästhesie-Sprechstunde sind es Anästhesie- und Pflegefragebogen, in der Notfallstation die symptomorientierte Anamnese, in spezialisierten Sprechstunden klinikeigene Fragenkataloge. Patientinnen und Patienten werden über das Patientenportal der Klinik, per E-Mail oder SMS benachrichtigt; eine automatisierte Erinnerungsfunktion sorgt für eine hohe Rücklaufquote.
2. Patientinnen und Patienten antworten vor dem Termin
Ausgefüllt wird zu Hause am eigenen Gerät oder im Wartezimmer am Tablet der Klinik, und zwar im Browser, ohne App-Installation und ohne Kontoerstellung. Der Zugang ist mit Zwei-Faktor-Authentifizierung gesichert. Wer in Ruhe antwortet, gibt mehr und genauere Auskünfte. In der Studie des Universitätsspitals Basel gaben 21.4 Prozent der Patientinnen und Patienten an, sensible Angaben wie Alkohol- oder Drogenkonsum lieber am Tablet als im Gespräch zu machen.
3. Der Bot führt durch einen dynamischen Fragenkatalog
Der Anamnese Bot führt autonom durch die Erhebung. Der integrierte, KI-gestützte Medical Knowledge Graph mit mehreren Tausend Fragen und über 30'000 Datenpunkten sorgt dafür, dass nur relevante Fragen erscheinen und keine wichtigen Punkte übersehen werden. Die Eingaben werden auf Pflichtfelder, Wertebereiche und Einheiten geprüft. Die Inhalte stehen bereits in 10 Sprachen bereit. Wenn Patient und Behandlungsteam keine gemeinsame Sprache haben, steigt das Risiko für Missverständnisse und relevante medizinische Fehler. Die Erhebung in der vertrauten Sprache senkt dieses Risiko von Beginn an. Medizinische Vorkenntnisse sind nicht nötig. Der sichere Umgang mit einem Tablet oder Smartphone genügt.
4. Aus den Antworten entsteht automatisch ein medizinischer Bericht
Die Medical Report Engine erstellt aus den Angaben einen ausformulierten Bericht, der sich an der Art und Weise orientiert, wie Ärztinnen und Ärzte dokumentieren. Mit der Nutzung eines Large Language Models (LLM) lässt sich der Schreibstil sogar an den jeweiligen Nutzer anpassen. Der Bericht ist in Echtzeit und damit bereits vor der Konsultation verfügbar und kann direkt für die interne Dokumentation und Austrittsberichte verwendet werden. Im Endometriosezentrum des Kantonsspitals Baden zeigt sich der Unterschied: Herkömmliche Systeme für die digitale Anamnese listen die Angaben nur stichwortartig auf und bewirken dadurch kaum eine Zeitersparnis. Der ausformulierte Bericht von sublimd lässt sich hingegen unmittelbar für den Austrittsbericht weiterverwenden. Anschliessend kann das Fachpersonal die Angaben mit sublimd Outline strukturiert ergänzen; das Modul dient gleichzeitig als Leitfaden und stellt sicher, dass keine relevanten Fragestellungen verpasst werden.
5. Die Daten landen im KIS und in der Auswertung
Der Bericht wird über eine Schnittstelle automatisch an das Klinikinformationssystem übergeben und ist dort ohne Medienbruch einsehbar. Im Analytics-Modul stehen Prozesskennzahlen in Echtzeit bereit, und die hochstrukturierten Daten lassen sich für PROMs-Verläufe, Statistiken und die klinische Forschung weiterverwenden.
Integration in KIS, PDMS und Patientenportal
Anamnese-Daten sind nur dann nützlich, wenn sie dort ankommen, wo behandelt und entschieden wird. sublimd ist deshalb auf tiefe Integration in die bestehende Systemlandschaft ausgelegt, vom Klinikinformationssystem (KIS) über das Patientendatenmanagementsystem (PDMS) bis zum Patientenportal. Eingehende Daten laufen über HL7 (ADT, SIU, ORU), FHIR, REST-API oder Datei-Upload, ausgehende über HL7, FHIR, API-Aufruf, Dateiexport oder direkten Datenbank-Lesezugriff. Aus dem Klinikinformationssystem heraus lässt sich über einen kontextsensitiven Link direkt in den richtigen Fall springen. Wo ein KIS keine klassische Schnittstelle anbietet, übernimmt Robotic Process Automation (RPA) die Übergabe.
Auch der Zugang für Patientinnen und Patienten ist integriert: Die Benachrichtigung erfolgt über das Patientenportal der Klinik, etwa per Push-Notification in der heyPatient-App, oder per E-Mail mit Link auf die browserbasierte Patientenapplikation. Wurden Angaben bereits früher erhoben, können sie automatisch übernommen und zur Überprüfung angezeigt werden, statt sie erneut abzufragen. Weitere Angaben zum Austausch mit KIS, PDMS und Patientenportalen finden sich in der technischen Dokumentation.
Entlastung, die sich messen lässt
Die Wirkung der digitalen Anamnese ist dokumentiert: In einer Studie an zwei Schweizer Notfallstationen reduzierte sich die durchschnittliche Dokumentationszeit pro Patient um 14 Minuten. Das Endometriosezentrum des Kantonsspitals Baden gibt eine durchschnittliche Zeitersparnis von über zehn Minuten pro Patientin an. Das Kantonsspital Baden nutzt sublimd inzwischen abteilungsübergreifend – von Frauen und Kinder über Infektiologie und Physiotherapie bis zu Chirurgie und Pflege.
Auf Seiten der Patientinnen und Patienten ist die Akzeptanz hoch: In der Pilotphase an der Zentralen Notaufnahme des Universitätsklinikums Augsburg hielten 88 Prozent der Patienten die Bedienung für einfach und benötigten wenig bis keine Unterstützung; 77 Prozent fanden die Idee gut bis sehr gut, durch eigene Angaben die Abläufe zu unterstützen. Die Ausführlichkeit und Standardisierung der Fragen werden dabei ausdrücklich hervorgehoben: «Den Patienten werden Fragen gestellt, die sonst nicht regelhaft erfasst werden und die Arztberichte sind dadurch wesentlich ausführlicher.»
Datenschutz und On-Premise-Betrieb
sublimd wird On-Premise auf einem Server in der eigenen Infrastruktur betrieben. Die Anamnese-Daten bleiben damit unter eigener Kontrolle. Damit gelten für sie dieselben Datenschutz- und Compliance-Vorgaben wie für alle übrigen Daten der Organisation. Die Architektur trennt eine öffentliche von einer privaten Zone, wurde von Sicherheitsverantwortlichen mehrerer Kliniken geprüft und in mehreren Penetrationstests von aussen auf Schwachstellen getestet. Der Datenzugriff ist über Active Directory und ein fein granulares Rollen- und Rechtekonzept geregelt (bis hin zu Lese- und Schreibrechten auf einzelnen Datenpunkten) und wird in einem Audit Trail protokolliert. Patientinnen und Patienten melden sich mit Zwei-Faktor-Authentifizierung an, ohne App-Installation und ohne Kontoerstellung. Einwilligungen für Behandlung, Erhebung und Forschung lassen sich verwalten und widerrufen.
Digitale Anamnese als Teil der Patient Journey
Eine Anamnese ist umso wertvoller, je besser sie mit den übrigen Schritten der Patient Journey verknüpft ist. Angaben, die vor dem Eintritt erhoben wurden, lassen sich in der digitalen Patientenaufklärung und in der Einverständniserklärung wiederverwenden, statt sie erneut abzufragen. Das Patienten-Onboarding nutzt dieselben Mechanismen für Eintrittsformular und Versicherungsdaten, und PROMs und PREMs bauen auf denselben strukturierten Daten auf, wenn der Verlauf nach einem Eingriff gemessen wird.
Wie das in der Praxis aussieht, zeigen die Fallstudien: Das Kantonsspital Baden erhebt die Anamnese zu Hause oder im Wartezimmer am Tablet und überträgt die Daten direkt ins KIS. Die Lindenhofgruppe hat mit der Anästhesie-Sprechstunde einen zweiten Bereich erschlossen, nachdem die Lösung in der Onkologie eingeführt war.
Hauptvorteile der digitalen Anamnese von sublimd
Nachgewiesene Entlastung des Fachpersonals
In einer Studie an zwei Schweizer Notfallstationen sparten Assistenzärztinnen und -ärzte mit sublimd im Schnitt 14 Minuten pro Patient. Das Kantonsspital Baden beziffert die Ersparnis im Endometriosezentrum auf über zehn Minuten pro Patientin. In einer Studie des Universitätsspitals Basel bewerteten Oberärzte die mit sublimd entstandenen Berichte als signifikant vollständiger.
Höhere Qualität durch Standardisierung
Die systematische Anamnese-Erhebung liefert dem Behandlungsteam bereits vor dem Patientengespräch umfassende, medizinisch relevante Informationen. Hinterlegte Standards sorgen dafür, dass die Qualität auch bei Wechseln im Team konstant hoch bleibt, und neue Mitarbeitende sind schneller eingearbeitet. Übertragungsfehler entfallen, was die Patientensicherheit erhöht.
Fragen, die zu den Beschwerden passen
Der KI-gestützte Medical Knowledge Graph umfasst mehrere Tausend Fragen und über 30’000 Datenpunkte. Je nach Beschwerden stellt sublimd die passenden Folgefragen, sodass nur relevante Fragen erscheinen und keine wichtigen Punkte übersehen werden. Die hochstrukturierten Daten lassen sich anschliessend für Auswertungen und weitere KI-Anwendungen nutzen.
Nutzen von sublimd wissenschaftlich bestätigt
In einer vom Notfallzentrum des Universitätsspitals Basel durchgeführten wissenschaftlichen Studie wurde der klinische Nutzen der Software von sublimd untersucht und die Resultate im Acute Medicine Journal (Volume 19, Issue 3, 2020) publiziert.
- 80 bis 90% der PatientInnen würden die digitale Befragung erneut verwenden
- Exzellente Benutzerfreundlichkeit (System Usability Scale-Score SUS von 82.5)
- ÄrztInnen berichten von einer reduzierten Arbeitsbelastung dank der automatisierten medizinischen Dokumentation von sublimd
- OberärztInnen bewerten die Berichte von ÄrztInnen, welche von sublimd unterstützt wurden, als signifikant vollständiger


„Anstatt Routinefragen abzuarbeiten, haben wir Ärzte nun mehr Zeit für das individuelle Patientengespräch. So können wir gezielt auf diejenigen Aspekte eingehen, die für die Behandlung relevant sind.
Die Plattform ist sehr einfach und intuitiv zu bedienen. Wir haben die Erfahrung gemacht, dass die Nutzungsbereitschaft bei den Patientinnen sehr hoch ist.“